Während es als armes Agrarland noch bis praktisch 1989 als „weißer Fleck“ auf der Landkarte der Globetrotter war, kann man sich heute dem Tourismus im Land kaum entziehen. In jeder größeren Stadt kann mit problemlos eine entsprechende Unterkunft finden, angefangen von einer Billigunterkunft bis hin zum 5-Sterne-Hotel. Nachdem den Bewohnern des Landes die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus ins Bewußtsein gerückt wurde, kann man sich kaum mehr gegen die Flut an Angeboten wehren und man ertappt sich allmählich dabei den „Charme des früheren Vietnams“ zu vermissen. Überall werden Touren jeglicher Art durchs Land angepriesen und es fällt schwer sich für eines der vielen Restaurants zu entscheiden. Jedoch kann man meist nur wenige Schritte vom Hotel entfernt sich der Realität des Landes schwerlich entziehen. Auf Schritt und Tritt begegnet man dem wahren Leben der Bewohner, welches sich oft als harter Überlebenskampf repräsentiert. Gleichzeitig wird man schnell erkennen, dass ungeachtet ihrer Lebenslage sich die meisten Vietnamesen als hilfsbereit und freundlich erweisen. Hinzu kommt die Einzigartigkeit des Landes. Es läßt sich unmöglich mit einem anderen Land Südostasiens vergleichen, klimatisch wie historisch oder kulturell. Es repräsentiert sich als wahrer Schmelztiegel der unterschiedlichsten Sitten, Religionen oder Bräuche und das alles vor einer landschaftlichen Kulisse, die einem dem Atem raubt.
Lage:
Vietnam liegt im gesamten östlichen Teil der Hinterindischen Halbinsel. Im Norden liegt der Golf von Tonkin. Vom Norden bis zum Süden erstreckt sich die 2000 km lange Küste am Südchinesischen Meer. Vor allem im Süden sind mehrer Inseln vorgelagert.
Fakten:
Hauptstadt ist Hanoi mit 2,5 Mio. Einwohnern
Staatspräsident seit 2001 ist Nguyen Duc Manh
Währung: Dong
Bevölkerung: 84 Mio., davon 90% Vietnamesen und 10% Minderheiten
Fläche: 329.241 qkm
Nord-Süd-Ausdehnung: 1700 km
Beste Reisezeit:
Vietnam kann grundsätzlich ganzjährig bereist werden, man sollte jedoch die regionalen Unterschiede beachten. Generell ist die Zeit zwischen November und März vorzuziehen, da die feuchtheißen Sommermonsune das Reisen in einzelne Gebiete erschweren können.