Warschau:
Die Hauptstadt des Landes ist an der Weichsel gelegen und verfügt über eine sehenswerte Altstadt, welche zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Nachdem die Stadt während des 2. Weltkrieges und besonders nach dem Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 beinahe vollständig zerstört wurde, wurde das alte Warschau mit seinen bunten Bürgerhäusern nach Canaletto-Skizzen wieder aufgebaut. So mischen sich heute beinahe alle Baustile, man findet Glaspaläste neben Kathedralen oder mondäne Hotels neben den sozialistischen Wohnsilos. Im Zentrum der Stadt liegt der Schloßplatz mit dem Königsschloß und der Sigismundsäule. Von hier beginnt der Königsweg, dessen Spuren der polnischen Aristokratie man bis nach Wilanów verfolgen kann. Die älteste Kathedrale der Stadt ist die Hauptkathedrale des Hl. Johannes und wurde im 13. Jh. erbaut. Im Warschauer Aufstand ebenfalls vollkommen zersprengt , wurde sie im gotischen Stil wieder aufgebaut. Unbedingt sehenswert ist der Palast des Königs Jan III. Sobieski, es zählt als wertvollstes Baudenkmal des polnischen Barock.
Krakau:
Ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehört die Stadt Krakau, welche zudem im Jahr 2000 zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt wurde. Die ehemalige Hauptstadt bildet das sog. Krakauer Tor. Wunderschön ist der altstädtische Marktplatz (Rynek Glowny) mit der Marienkirche aus Backsteinen und dem monumentalen Gebäude der Sukiennice, einem gotischen Bau mit Renaissance-Attika. Erhaben über der Stadt steht der Wawel, ein Hügel mit dem Renaissance-Schloß und der Wawel-Kathedrale mit ihren 20 Kapellen. Die schönste ist die Zygmuntowska-Kapelle mit ihrer goldenen Kuppel. Man kann den Turm der Kathedrale besteigen, um die berühmte Zygmunt-Glocke aus dem Jahre 1520 zu sehen, welche nur zu außergewöhnlichen Gelegenheiten läutet. Nur 13 km von der Stadt entfernt, kann man den Steinsalzbergwerken in Wieliczka einen Besuch abstatten, welche ebenfalls in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe übernommen wurden. Im 10. Jh. begann man hier mit Salzsiedlereien. In den 14 Kammern des Bergwerks wurden in das Salz Galerien, Gänge, Kapellen und zahlreiche Skulpturen gemeißelt.