Neuseeland - Land der weißen Wolke

Neuseeland wird zu Recht häufig als „das schönste Ende der Welt“ beschrieben. Es ist berühmt für seine unberührte Natur sowie der vielschichtigen Sportmöglichkeiten. Ein typischer Tag kann mit skifahren beginnen und einige Stunden später mit Wellenreiten am Pazifik enden. Da der Wind haupsächlich aus dem Westen kommt, ist die Westküste eher zum Surfen geeignet. Die Ostküste empfiehlt sich zum Tauchen, Hochseefischen und Segeln.

Fakten:

  • Gesamtfläche: 268.676 qkm, kleiner als Deutschland oder Italien
  • 2,4 Mio. Einwohner auf der Nordinsel
  • 855.000 Einwohner auf der Südinsel
  • Hauptstadt ist Wellington mit 355.000 Einwohnern
  • Amtssprachen sind Englisch und Maori
  • Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus ca 88% Europäern, 9% Maoris sowie 3% Polynesier
  • Es herrscht eine parlamentarische Demokratie, Staatsoberhaupt ist die Britische Königin
  • Seit dem 26.September 1907 unabhängig von Großbritannien
  • Währung: Neuseeland-Dollar

Lage

Neuseeland liegt südöstlich Australiens im Südwestpazifik und setzt sich aus der Nord- und Südinsel sowie einer Vielzahl von kleineren Inseln zusammen. Die beiden Inselhälften werden durch die 35km breite Cook-Straße getrennt. Die Nordinsel ist vulkanischen Ursprungs, der Süden wird von dem Nord-Süd-Hochgebirge durchzogen. Die Entfernung vom nördlichsten Punkt, Cape Reinga, bis zum südlichsten beträgt 1.770 km. Keine Stelle des Landes befindet sich weiter als 110km vom Meer.

Klima:

Viel Sonne und ein mildes Klima mit nur geringen Temperaturdifferenzen.
Schnee gibt es hauptsächlich auf der Südinsel, die Nordinsel hat ein subtropisches Klima mit hochsommerlichen Temperaturen. Es weht ganzjährig ein Wind aus westlicher Richtung, vor allem an der Cook-Straße und in Wellington herrschen stürmische Winde.

Südinsel:

Bedingt durch die Lage in den Mittelbreiten herrschen ausgeprägte Jahreszeiten, allerdings engegengesetzt zu denen der europäischen Breitengrade.Westen: niederschlagsreiche Gebiete bei den Southern Alps, weiter östlich hingegen wesentlich trockener, jedoch allgemein keine ausgeprägte niederschlagsreiche oder –arme Jahreszeit.

Nordinsel:

In den Monaten Juni, Juli, August (Winter in Neuseeland) die meisten Niederschläge, im Sommer hingegen (Dezember, Januar, Februar) stabiles Wetter und kaum Niederschläge. Die Wetterlage kann jedoch durch Ausläufer von tropischen Wirbelstürmen beeinflußt werden.

Beste Reisezeit:

ganzjährig!

Verkehrsnetz:

Neuseeland hat ein hervorragend ausgebautes Verkehrsnetz, große Bedeutung kommt dem Busverkehr zu. Zwischen der Nord- und Südinsel verkehrt viermal täglich eine Autofähre von Wellington bis Picton, die Fahrtzeit beträgt ca. 3.30 Stunden.

Wichtige Eisenbahnstrecken:

  • „Overlander“ zwischen Wellington und Auckland
  • „Bay Express“ zwischen Wellington und Napier
  • „The Geyserland“ zwischen Auckland und Rotorua
  • „Tranz Coastal“ zwischen Picton und Christchurch
  • „The Transalpine“ zwischen Christchurch und Greymouth
  • „Kingston Flyer" zwischen Kingston und Fairlight

Alle Züge sind klimatiesiert und von gutem Standard. Es gibt nur eine Klasse.

Die Nordinsel:

Auf der Nordinsel befinden sich mehrere aktive Vulkane, heiße Quellen, Geysire sowie der 606 qkm große Gebirgssee Lake Taupo. Der Nordteil der Halbinsel besteht überwiegend aus fruchtbarem Farmland mit Weingebieten, Zitrus- und Kiwianbau. Zentrum der Vulkanregion ist Rotorua – die Schwefelstadt. Hier richt es überall leicht nach Schwefel und selbst in der Innenstadt zeigt sich an manchen Stellen das brodelnde Erdinnere. Der „Lady Knox Geysir“ bricht täglich um 10.15 h aus und hält bis zu einer Stunde an. Absolut empfehlenswert ist ein Hubschrauberflug zur Vulkaninsel White Island vor der Ostküste, deren Dampf- und Schwefelschwaden man schon von weitem erkennen kann. Als Attraktion der Gegend präsentieren sich die Höhlen von Waitomo, wo man in der Dunkelheit Tausende von Glühwürmchen beobachten kann. An der Nordostküse setzen sich die Bay of Islands aus über 140 Inseln zusammen und sind nicht nur ein Paradies für Segler.

Städte:

  • Russell: Neuseelands erste Hauptstadt beeindruckt noch heute mit ihrem viktorianischen Flair<iframe style="height: 251px; width: 100%; display: block;" class="editorIframe" src="javascript:void(0);"></iframe>
  • Waitangi: berühmt durch den Vertrag zwischen den Maori-Häuptlingen und der Britischen Krone
  • Auckland: moderne Stadt mit restaurierter Kolonialachitektur, sehenswert sind die Chinese und Viktoria Park Markets. Vom Mount Eden aus hat meine eine schöne Aussicht auf die Stadt und die ganze Bucht. In keiner anderen Stadt der Welt besitzen mehr Einwohner ein Boot als in dieser – wird daher auch „City of Sails“ genannt;
  • Paihia: bekannt für ihre Meeresfrüchte-Restaurants
  • Wellington: Kulturmetropole im Südwesten, auf einem Hügel gelegen; wunderschöne Aussicht vom 160m hohen Kelburn Hill;

Die Südinsel:

Auf dem sogenannten „Mainland“ befinden sich Weinanbaugebiete neben unberührter Natur, bewaldete Fjorde neben Gletschern. Vom Mount Cook Massiv reichen Gletscher durch den Regenwald bis hin zu 200m über dem Meeresspiegel. Die Punakaiki Pancakes an der Nordwestküste verdanken ihren Namen den Pfannkuchen-artig geschichteten Felsformationen. Hier befinden sich auch 22 der ingesamt 27 Dreitausender-Berge, welche sich hervorragend zum Skifahren eignen. Ein Muss ist der Fjordland Nationalpark mit 1000m hohen Wasserfällen, Urwäldern und vielen lohnenswerten Bustouren. Unberührte Natur findet man auf Stewart Island mit dicht bewaldeten Felsenbuchten und einsamen Sandstränden sowie zahlreiche Vogelschutzgebiete. Der Hauptort Oban ist Ausgangspunkt für Bootstouren sowie zum Tauchen, Fischen, Jagen oder Wandern.

Städte:

  • Christchurch: an der Ostküste gelegen; weltberühmt für die Botanischen Gärten
  • Dunedin und Oamaru: laden zur Beobachtung von Pinguinen; Autofahrer werden durch die Verkehrsschilder „Pinguine kreuzen“ gewarnt...
  • Nelson: reizvolles Fischerstädtchen, von schottischen Siedlern gegründet