Italien liegt Südeuropa, grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich und im Nordosten an Slowenien. In Richtung Südosten ragt der berühmte Stiefel ins Mittelmeer, welcher von der Adria und dem Ionischen Meer im Osten, sowie dem Tyrrhenischen und dem Ligurischen Meer im Westen flankiert ist. Charakteristisch sind die drei Vulkane im Süden, der Vesuv, der ständig wieder ausbrechende Ätna auf Sizilien und der seit der Antike ständig tätige Stromboli, auf der gleichnamigen Insel.
Die Region Abruzzen liegt südlich von Marche und östlich von Lazio an der Adria und bildet eine der reizvollsten Landschaften mit pittoresken, mittelalterlichen Bergdörfern. Hauptstadt der Region ist L’Aquilla, deren Konzerte bis über die Landesgrenzen hinaus berühmt sind. Beeindruckend ist die Fassade der Kirche Santa Maria di Collemaggio aus dem 13. Jh, sowie die herrliche Lage inmitten der Berge. Attraktion der Abruzzen sind die malerisch an den Berghängen gelegenen mittelalterlichen Dörfer und Städte, wie Pesocostanzo, Città Sant’Angelo, Celano, Cocullo, Casoli oder Civitella del Tronto. Wichtigstes Gebirge der Abruzzen ist der Montagna della Maiella, zu welchem ein fast persönliches Verhältnis besteht. Schon zu Urzeiten gab es in der großen Kalksteinkuppe mit dem 2795 m hohen Monte Amaro die ersten Siedlungen und jahrhundertlang diente es als Zufluchtsort für Flüchtlinge und Banditen. Die Landschaft wechselt zwischen grün, waldreich, warm sowie kalt, öde und traurig und ist verfügt über Höhlen, Schluchten, Sandstränden an der Küste und einer reichen Tierwelt. Größte Stadt der Region und wichtigste Hafenstadt ist Pescara, an deren Hafenkanal es von Fischerbooten, Handels- und Passagierschiffen wimmelt. Sehenswert sind das Museum der Völker der Abruzzen, das Meeresmuseum, der Dom von San Cetteo und der Regierungspalast.

Apulien liegt im Südosten Italiens und nimmt den ganzen Stiefelsporn ein. Norditaliener fühlen sich in Lecce, südlich von Brindisi, am Ende der Welt. Spürbar sind die griechischen Tradtitionen in den kleinen Dörfchen des Umlandes. An der Kirche am Cap Leuca prallen die adriatischen und ionischen Wellen zusammen und bilden den Wallfahrtsort. Sehenswert sind hier die „Trulli“ genannten Häuser, deren Dächer kegelförmig aus Tuffstein gebaut sind. Der Sporn des italienischen Stiefels ist der Gargano. Der gleichnamige Nationalpark gehört zu den malerischen Gebieten Süditaliens. Die gesamte Landschaft ist von Binnenseen, Wäldern, Olivenhainen, Felküsten und herrlichen Sandstränden geprägt. Hauptstadt der Region ist Bari mit ihrem antiken Stadtkern. Abseits der großen Straßen befindet sich Ceglie Messapica, welches sich seine „mittelalterliche“ Ruhe bewahrt hat. Nördlich des Gargano liegen etwa 20 km vor der Küste die Tremiti-Inseln San Nicola, San Domino und Capraia mit zerklüfteten Wäldern, Felsenriffen, Stränden und Grotten. Die Inseln haben sich von Piratennestern und Mussolinis Strafkolonie auf der Klosterburg von San Nicola zu einem lohnenswerten Ausflugsziel und Unterwasser-Naturpark gemausert. Der schönste Wald ist der Foresta Umbra auf San Domino, San Nicola wetteifert hingegen mit ihrer berühmten Kirche Santa Maria.

Die Region zieht sich im italienischen Norden von der Adria bis fast zum Ligurischen Meer. Der Nordteil besteht aus der flachen Poebene, der Süden ist von den Gebirgszügen des Apennin geprägt. Hauptstadt ist die etruskisch-römische Stadtrepublik Bologna, dessen Kulturzentrum auch wegen der gastronomischen Spezialitäten berühmt ist. Sehenswert sind neben zahlreichen Palästen und Plätzen der Palazzo Communale mit seinem Turm, die Piazza Maggiore mit der berühmten unvollendeten Fassade der Kirche San Petronio und dem Palazzo die Notai, der prunkvolle Neptunbrunnen, die Via Zamboni und die beiden mittelalterlichen Türme Torre degli Asinelli und Torre della Garisenda. Die Adriaküste bietet mit Rimini den berühmtesten und größten Badeort der Adria. Auf den ersten Blick steht die Stadt nur als Synonym für Massentourismus. Doch wer einen genaueren Blick hinter Sand, Disco und Spielautomaten wirft, wird eine herrliche Kulisse mit grünen Hügeln und Burgen vorfinden. Sehenswert in der Umgebung sind die Malatesta-Burg Montefiore Conca, San Arcangelo, Verucchio und San Giovanni in Gallilea, welche alle über mächtige Burgen verfügen.