Grönland

Grönland gilt als die größte Insel der Erde und nimmt mit seiner Fläche mehr als das Sechsfache von Deutschland ein. Geographisch befindet es sich im Nordosten des arktischen Nordamerika, politisch gehört es jedoch zu Dänemark. Grönland hat das am weitesten nach Norden ragende Landgebiet der Erde und ist überwiegend ständig mit Eis von einer Dicke bis zu 3500 m bedeckt. Nur etwa ein Sechstel ist eisfrei und die kahle Landschaft ist von tiefen Fjorden mit kalbenden Gletschern geprägt. Der Scoresbysund-Fjord im Osten ist mit ca. 300 km der längste der Welt. Kleinere Siedlungen gibt es verstreut im an der Süd- und Westküste sowie auf den vorgelagerten Inseln. In der kurzen eisfreien Zeit herrschen hier mildere Bedingungen. Im Süden gibt es zudem zahlreiche heiße Quellen. In der kurzen Sommerzeit sind din den fruchtbaren Tälern des Südens und Westens sogar eine überwältigende Blütenpracht, im äußersten Süden sogar ein kleines Waldgebiet zu sehen. Faszinierend ist das „ewige Licht“ im Sommer nördlich des Polarkreises im Mai, Juni und Juli, sowie die die berühmten Polarlichter, welche das ganze Jahr über am Himmel zu sehen sind. Neben domestizierten Schafen und Rentieren leben auf Grönland alle Tierarten der arktischen Regionen wie Eisbär, Polarfuchs, Moschusochse, Hase und Kleinsäuger, am Meer tummeln sich Robbenarten, Walrösser und Seevögel.

Fakten:

  • Hauptstadt ist Nuuk mit 13.000 Einwohnern
  • Insgesamt 56.854 Einwohner
  • Fläche: 2.175.600 qkm
  • Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II von Dänemark
  • Währung: Dänische Krone
  • 90% der Bevölkerung leben an der Westküste
  • Ureinwohner sind die Inuit und stammen vom asiatischen Kontinent
  • Sprache: Grönländisch, in verschiedene Dialekte aufgeteilt; Dänisch
  • Zeitunterschied: MEZ – 4 Std an der Westküste; MEZ – 3 Std an der Ostküste

Klima:

Das arktische Klima bringt Sommertemperaturen bis 20°C im Süden und Westen während der Mitsommerzeit und -5°C im Norden. Im Winter fallen die Temperaturen im Süden und Westen selten unter –20°C, während im Norden aber bis zu –50°C möglich sind.

Sehenswertes:

Touristisch interessant ist die Hauptstadt Nuuk, in deren Umkreis man Fjorde mit ihren Gletschern, Lachs- und Forellenflüsse, Eskimogebäude und nordische Ruinen, sowie Rentiere und Seehundkolonien vorfindet. Lohnenswert ist eine Wanderung von der Ortschaft Söndre Strömfjord zu dem gleichnamigen Fjord, vor dessen Gletscherkulisse man weidende Rentier- und Moschusochsenherden beobachten kann. Als Attraktion gilt die Disko-Insel mit der gleichnamigen Bucht. Bei traumhaften Wetter sind hier die Hundeschlitten im Winter unter ständigem Einsatz. Im Sommer hingegen, kann man gegenüber auf dem Festland den Eisfjord mit seinen kalbenden Gletschermassen bewundern. Dem Besucher von Südgrönland bieten sich Wandermöglichkeiten, Touren zu Siedlungsresten Eriks des Roten, Wasserfälle und Segeltouren an. In der Region Nanortalik findet man den einzigen Wald Grönlands.

Transport:

Verkehrsmittel außerhalb der Orte sind im wesentlichen Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge. Internationale Flugverbindungen bestehen hierbei vor allem nach Reykjavik in Island. Als touristische Attraktion gelten die berühmten Fahrten mit dem Hundeschlitten.